Wissen
Einarbeitung: was eine Einsatzkraft am ersten Tag braucht
Die neue Pflegefachkraft kommt zum Frühdienst, mit fünfzehn Jahren Berufserfahrung, und Ihr Haus ist ihr fremd. Enttäuscht ein erster Einsatz, liegt das selten an der Qualifikation, meist an der Annahme, Erfahrung bringe die Ortskenntnis mit.
Was bei Ihnen neu ist
Pflegen kann sie. Neu sind: wo bei Ihnen die Betäubungsmittel liegen, wie Ihre Übergabe abläuft, in welcher Maske Sie dokumentieren, welche Nummer bei einem Notfall gewählt wird und welcher Bewohner nachts regelmäßig aufsteht.
Dieses Wissen steht in keinem Zeugnis und lässt sich nur vor Ort übergeben.
So gelingt der erste Dienst
- Eine begleitete Schicht am Anfang, wenn der Einsatz länger als ein paar Tage läuft. Danach arbeitet die Einsatzkraft eigenständig.
- Eine feste Ansprechperson auf der Station oder im Wohnbereich für die ersten Dienste.
- Ein kurzes Blatt mit dem, was jede neue Einsatzkraft bei Ihnen wissen muss. Einmal geschrieben, für jeden Einsatz brauchbar. Wir sammeln das gern und reichen es vorher weiter.
- Zugänge vorbereiten. Ohne Zugang zur Dokumentation arbeitet die Einsatzkraft am ersten Tag auf Zetteln.
Was eine begleitete Schicht kostet
Eine begleitete Schicht rechnen wir wie jede andere nach geleisteten Stunden ab, ohne Aufschlag. Wie sich der Preis zusammensetzt
Gegengerechnet: Eine Einarbeitungsschicht kostet Sie ein paar Stunden. Ein erster Dienst ohne Einarbeitung kostet Sie die Einsatzkraft, weil sie danach ausbleibt, und dann fangen Sie von vorne an.
Was das für längere Einsätze heißt
Je länger dieselbe Einsatzkraft bleibt, desto seltener fällt Einarbeitung an. Deshalb ist Personal auf Zeit in der Summe oft günstiger als viele kurze Einsätze verschiedener Personen. Warum Kontinuität zählt
Damit der nächste Ausfall kein Notfall wird.
Für Einrichtungen, die ihren Dienstplan verlässlich besetzen möchten, und für Pflegekräfte, die flexibel dazuverdienen möchten.